AK Holz/Handhobel

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Handhobel aus Holz
Handhobel aus Holz

Die wichtigsten Tipps

  • Handhobel richtig halten: Die erste Hand wird an die Hobelnase (das Hörnchen) gelegt. Für eine leichte Führung ist an moderne Hobel an der Rückseite ein Handschutz angebracht. Dort wir die Hinterhand angelegt mit der die Kraft aufgebracht wird – bei Rechtshändern die rechte Hand.
  • Spanne dein Werkstück fest ein: Befestige dein Werkstück so, dass du in langen Hobelzügen entlang der Maserung arbeiten kannst.
  • Hoble immer in Faserrichtung: Langholz wird in Richtung der Holzfasern gehobelt, sonst reißt es aus. Um Ausrisse zu reparieren kannst du einfach noch einmal in Faserrichtung über die ausgerissene Stelle fahren.
  • Nehme nicht zu viel Holz auf einmal ab: Fahre lieber mehrmals über das Werkstück statt viel Holz auf einmal abzutragen. Das Endergebnis ist einfach sauberer. Eventuell muss man den Hobel einstellen(siehe unten).
  • Nicht mit gestopftem Hobel arbeiten: Wenn zu viele Späne sich in dem Schlicht sammeln, dann stopft der Hobel. Die Späne einfach per Hand entfernen falls das passiert.

Anwendung

  • Hirnholz hobeln: Arbeite auf jeden Fall mit einer scharfen Klinge. Hoble Hirnholz immer von der Außenkante zur Mitte. Führe deinen Zug nur bis etwa auf zwei Drittel der gesamten Werkstücklänge aus. Drehe dann den Hobel und arbeite von der anderen Seite wieder zur Mitte. Alternativ kannst du auch mit einer „Opfer-Zulage“ arbeiten. Dazu spannst du einfach ein anderes Stück Holz an das Brettende. So wird das Werkstück gestützt und nur die Fasern am „Opferholz“ reisen aus.
  • Die richtige Führung: Wenn du mit einem Hobel arbeitest, bewege nicht nur deine Arme. Stelle dich seitlich neben deine Werkbank und stelle einen Fuß etwas weiter nach vorn. So hast du mehr Kraft. Nutze beim Arbeiten dein ganzes Körpergewicht. Damit ein gleichmäßiger Schnitt entsteht solltest du zu Beginn des Schubs vorne nach unten drücken. Am Werkstückende solltest du hinten mehr Druck ausüben. Nach jedem Schwung den Hobel vom Holz abheben und ohne Kontakt zum Werkstück wieder in die Ausgangsstellung zurückführen. Führe den Hobel am besten auch leicht schräg über das Werkstück. So trifft er nicht im stumpfen Winkel auf das Holz, sondern kann leichter einschneiden.

Einstellen

Das Eisen soll minimal(meistens weniger als 1 mm) aus der Hobelsohle herausschauen. Achte darauf, dass das von der Hobelsohle herausschauende Eisen rechts und links die gleiche Höhe hat. Beim Hobeln einer Holzoberfläche soll der Hobel lange Späne erzeugen, die so breit sind wie das Eisen und über die ganze Länge ungefähr die gleiche Dicke haben. Die hinterlassene Oberfläche soll sauber sein und leicht glänzen.

  • Wenn der Hobel zu viel Holz abnimmt: mit einem Hammer 1-2 Mal leicht auf den Schlagknopf schlagen und 1-2 Mal auf den Keil leicht schlagen um ihn zu befestigen.
  • Wenn der Hobel zu wenig Holz abnimmt: mit einem Hammer 1-2 Mal leicht auf die hintere gerade Kante des Eisens schlagen.
  • Wenn der Hobel auf einer Seite mehr Holz abnimmt als die andere: mit einem Hammer einmal leicht auf die entsprechende schräge Kante des Eisens schlagen.

Wenn Einstellen nicht viel hilft, dann kann es sein, dass das Eisen nicht scharf ist. Bevor du das Eisen schärfst, sollst du aber sicherstellen dass du in Faserrichtung hobelst. Hobelt man in die entgegengesetzte Richtung, so reißt das Holz aus.

Schärfen

An der Rückseite findest du den Schlagknopf. Damit ist es möglich das Eisen samt Keil zu lösen. Dazu reicht es meistens, mit einem Hammer mehrmals Mal kräftig auf den Schlagknopf zu schlagen, während man den Handhobel horizontal hält.

Dann die Schraube öffnen und den Spanbrecher(die Klappe) abnehmen. Das Eisen hat bereits eine Fase mit einem 25°-Winkel zur Spiegelseite und eine sehr schmale(einige 1/10 mm) Mikrofase mit einem Winkel von 30° zur Spiegelseite. Um das Eisen zu schärfen kann man feines Nassschleifpapier(für Metall geeignet, Körnung 1500-3000) auf eine sehr glatte Oberfläche(wie Glas) legen. Dann stellt man einen Winkelmesser auf 30° und legt das neben dem Schleifpapier. Man hält das Eisen auf dem Schleifpapier mit der Spiegelseite nach oben und mit einem Winkel von 30° zu dem Schleifpapier. Hier soll nur die Klinge des Eisens das Schleifpapier berühren und nicht die ganze 25°-Fase. Dann zieht man das Eisen 3-5 Mal über das Schleifpapier mit leichtem Druck und behält immer den 30°-Winkel. Dann legt man die letzte 3-4 cm der Spiegelseite glatt auf das Schleifpapier und zieht das Eisen nochmal 3-5 Mal. Jetzt soll das Eisen wieder scharf sein.

Abschließend den Spanbrecher wieder auf das Eisen legen und die Schraube zudrehen. Hier soll der Spanbrecher von der Klinge ungefähr 0,5 bis 1 mm zurückgesetzt liegen. Danach das Eisen in den Hobel stecken(Spanbrecher nach oben) und den Hobel richtig einstellen.