AK Holz/Flachdübelfräse

Aus HaDiKo Wiki
Version vom 15. Januar 2021, 12:05 Uhr von Sebastian.hormel (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „== Allgemein == Flachdübel sind eine einfache und präzise Möglichkeit Möbelverbindungen herzustellen. Für die Verwendung benötigst du folgende Material…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Allgemein

Flachdübel sind eine einfache und präzise Möglichkeit Möbelverbindungen herzustellen.

Für die Verwendung benötigst du folgende Materialien:

  • Flachdübelfräse
  • Flachdübel in der richtigen Größe
  • Holzleim

Maßband und Stift erleichtern den Planungsprozess.

Die richtigen Dübel auswählen

Flachdübel bestehen aus gepresstem Buchenholz. Sie sind oval geformt und meist vier Millimeter dick. Um die optimale Stabilität der Verbindung zu erreichen, sollte man immer den größtmöglichen Flachdübel verwenden.

Ein guter Anhaltspunkt für die Bestimmung des richtigen Dübels ist die Holzstärke. Hier ein paar Richtwerte:

Größe Abmessungen in mm empfohlene Plattenstärke Mindestfrästiefe in mm
0 47 x 15 x 4 mm 10 - 12 mm 8 mm
10 53 x 19 x 4 mm 12 - 15 mm 10 mm
20 56 x 23 x 4 mm ab 15 mm 12,3mm

Die Flachdübelfräse

Wir arbeiten mit der Bosch Flachdübelfräse GFF 22A. Diese besteht aus folgenden Komponenten:

  • Fräse
  • Höhenfeineinstellung
  • Sack für Späne
  • Koffer

Funktionsweise

Die Fräse schneidet schmale, runde Spalte in das Werkstück. Hierfür besitzt sie eine runde, rotierende Scheibe, welche beim Ausüben von Druck gegen das Werkstück ausgefahren wird.

Sie wird eingeschaltet, indem man den Schalter nach vorne drückt. Der Schalter rastet dabei ein, muss also nicht dauerhaft gehalten werden.


Wichtig: Ist die Fräse eingeschaltet bleiben die Hände immer am oder hinter dem schwarzen Griff. Es ist sehr leicht versehentlich den Fräser auszufahren und sich damit zu verletzen.

Einstellungsoptionen

Je nach verwendetem Dübel muss der Schlitz tiefer gefräst werden. Die Mindesttiefe entnimmst du der Verpackung oder der Tabelle im oberen Abschnitt. Den Fräßwinkel deiner Bauanleitung.

Folge nun folgenden Schritten:


1. Trenne die Stromversorgung

2. Stelle die Frästiefe ein

  1. Stelle den Revolver auf deine Flachdübelgröße (0 ist dabei der höchste Anschlag)
  2. Fahre den Fräser heraus und miss die maximal Ausfahrtiefe.
  3. Nutze die Rädelsschraube zum Einstellen der richtigen Frästiefe
  4. Nutze die Sicherungsmutter, um die Einstellung zu fixieren
  5. Nun solltest du zwischen den Dübelgrößen mit dem Revolver wechseln können. Es ist empfehlenswert vorher einen Probeschnitt in einem Stück Restholz vorzunehmen.

3. Stelle Höhe und Winkel ein

  1. schraube bei Bedarf die Höhenverstellung auf. Öffne hierfür deren Klemme und drehe sie mithilfe des Einstellungsrädchens in die Schiene
  2. stelle mithilfe des Einstellungsrädchens die gewünschte Fräshöhe ein. Dabei handelt es sich um die Mitte des Fräsers
  3. fixiere mit der Klemme die Einstellung
  4. öffne nun bei Bedarf die Klemme der Neigungsverstellung
  5. nutze die Winkelanzeige an der Reite der Fräse, um den korrekten Anschlagswinkel einzustellen
  6. fixiere auch diese Einstellung mit der Klemme

4. Stelle die Stromversorgung wieder her

Eine Verbindung herstellen

Um eine Verbindung herzustellen folgst du folgenden Schritten:

  1. Wähle beide Oberflächen aus
  2. Markiere mit einem Strich über beide Oberflächen die Mitte der Dübelposition
  3. Stelle nun Winkel und Frästiefe ein
  4. Spanne das Werkstück fest
  5. schalte die Fräse ein und setze sie beidhändig an. Hierbei wird die rote Markierung am Strich angesetzt. Die Höhenverstellung oder die Unterseite der Fräse muss auf einer flachen Oberfläche aufliegen.
  6. Drücke langsam mit der Fräse gegen das Werkstück, bis der Anschlage erreicht ist.
  7. Fahre die Fräse aus dem Werkstück heraus und entferne sie erst anschließend vom Werkstück.
  8. Wiederhole den Fräsvorgang mit entsprechenden Einstellungen bei der 2. Oberfläche
  9. Prüfe die Verbindung, indem du sie "trocken" zusammenbaust
  10. passt alles, dann gibst du ordentlich Holzleim in die Nuten und baust alles final zusammen. Klemmen sollten die Verbindung zusammen halten. Der Dübel wird sich nun mit dem Leim vollsaugen und aufquellen. So entsteht eine stabile Verbindung.