Pizzaofen
Diese Seite beschäftigt sich mit dem großen elektrischen Steinbackofen im Keller des K5. Wenn du Infos zum gemauerten Pizzaofen auf dem Grillplatz suchst, klicke bitte hier.


Der elektrische Pizzaofen gehört Lorenz exC21, Leon exO505 und Timo (extern), welche ihn dauerhaft im HaDiKo lagern und im Gegenzug den Bewohnern die Benutzung erlauben. Es handelt sich um einen großen, zweistöckigen Steinofen mit Elektroheizung, in dem bis zu 6 Pizzen oder 12 Brote gleichzeitig gebacken werden können. Alle HaDiKo-Bewohner können den Ofen nach einer Einweisung benutzen. Bei Fragen gern auch eine Mail an pony@hadiko.de.
Standort
Der Ofen lagert im ehemaligen BiMi-Raum des K5 (neben dem Fahrradkeller). Wer ihn benutzen möchte, sollte den K5-Haussprecher kontaktieren. Zum Backen sollte der Ofen jedoch ins Freie gebracht werden. Der Grillplatz ist dafür gut geeignet, da es Tische und einen 32A-Stromanschluss unterm Balkon von L1 gibt. Der Ofen ist auf einer Palette mit Rollen gelagert und lässt sich von 2 Personen gut transportieren.
Benutzung
Benötigtes Material
- 32A Kabel, 25m lang. Kann man vom Festlager ausleihen.
- Pavillon, falls es regnet.
- Pizzaschieber + Bleche + Stahlbesen, sind beim Ofen dabei.
- Große Plastikbottiche um den Teig anzumischen.
- Arbeitsplatte zum Teig kneten, z.b. Biertische aus dem Festlager
Steuerung

Der Ofen wurde mit einer Digitalsteuerung aufgemotzt, die über ein XLR-Kabel angeschlossen wird. Außer den Ein/Aus-Schaltern haben die anderen Steuerknöpfe und Anzeigen am Ofen keine Funktion mehr. Über die Steuerung lässt sich die Solltemperatur für beide Ebenen einstellen. Das Display zeigt dann Ist- und Solltemperatur im Sekundentakt an.
Bedienung: Einstecken, anschalten, Temperatur einstellen, warten. Der Ofen braucht ca. eine halbe Stunde, bis er die Betriebstemperatur von 180-200°C erreicht hat.
Tips & Tricks
- Der Ofen ist gut isoliert und wird selbst bei Vollbetrieb von außen nur handwarm. Am Schornstein und vorne an den Klappen wird er aber richtig heiß. Vorsicht!
- Das Kabel der Steuerung ist relativ kurz. Man sollte sie jedoch nicht direkt auf den Ofen legen, da sie überhitzen könnte. Am besten einfach einen Stein dazwischen legen.
- Es liegen Bleche dabei, die zwar recht stark verformt sind, aber trotzdem gut funktionieren. Man kann die Pizza oder Brote auch direkt mit dem Schieber auf den heißen Stein setzen. Das braucht aber Übung. Achtet darauf, dass der Pizzaschieber und der Boden des Teigs gut mit Mehl bestäubt sind, dann flutscht es.
- Im Zweifelsfall muss man danach putzen, wenn was kleben bleibt. Bitte auf keinen Fall Putzmittel nehmen, sondern nur Wasser und Kratzer oder Stahlbesen! Beim nächsten Anheizen desinfiziert sich der Ofen durch die Hitze von selbst.
- Die Steuerung hat ein paar Macken. Manchmal werden Eingaben nicht gleich erkannt. In dem Fall den Schalter gedrückt halten oder ein paar mal probieren. Auch der Timer verhält sich bisweilen kreativ. Möglicherweise stimmt was mit der clock nicht.
- Backzutaten in 5kg, 10kg oder sogar 25kg-Säcken gibt's beim Raiffeisen-Markt am Bahnhof.
ponys Brotrezept
für 12 Laib Brot.
Zutaten:
- 13-15kg Mehl (75% Weizen, 25% Roggen)
- 90g Trockenhefe
- 350g Salz
- ca. 10ltr lauwarmes Wasser
- Brotgewürze nach Belieben
- optional Sauerteig für den Geschmack
Zubereitung:
- Vorteig optional: Am Vorabend 1kg Mehl und 1 Päckchen Trockenhefe aus den Gesamtzutaten nehmen, mit lauwarmem Wasser und einem Esslöffel Zucker zu einem flüssigen Teig anrühren. Mit einem Küchentuch zudecken und im Warmen stehen lassen.
- Das Mehl in einem großen Bottich mit dem Salz, der Trockenhefe und den Gewürzen vermischen.
- Sauerteig dazu, falls vorhanden.
- ca. 7ltr Wasser dazu und vermischen, dann langsam während dem Kneten schlückchenweise mehr Wasser dazu, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. Den Rest Wasser zum Putzen nehmen.
- Kneten, kneten, kneten.
- Und dann nochmal kneten. Auch wenn schon alle Zutaten homogen vermischt sind, sollte man noch mindestens 5 Minuten weiterkneten. Der Teig ändert dann nochmal seine Konsistenz.
- Der Teig sollte etwa die Konsistenz von sehr zähem Kaugummi haben und idealerweise nicht am Bottich kleben. Wenn er doch klebt, ist es aber keine Katastrophe.
- Den Teig mit einem Tuch abdecken und eine ¾ Stunde möglichst im Warmen gehen lassen.
- 12 gleich große Laibe formen, nochmal kneten und auf einer gut mit Mehl bestreuten Platte ablegen, dabei genug Abstand lassen zum Aufgehen. Tipp: Um 12 gleich große Portionen zu kriegen, ritzt man am besten mit dem Messer Linien in den Teig: Zuerst vierteln und dann jedes Viertel nochmal in 3 Teile.
- Die Brotlaibe nochmal eine ¾ Stunde gehen lassen. (Jetzt den Ofen auf 220°C anschalten, damit er nachher die richtige Temperatur hat)
- Kurz bevor die Brote reinkommen, sollte man den Ofen nochmal kurz mit einem feuchten (niemals klatschnass!!) Baumwolllappen auswischen. So kriegt man eventuellen Dreck raus und das verdampfende Wasser sorgt für eine feucht-heiße Atmosphäre, in der das Brot eine schönere Kruste kriegt. Der Lappen sollte aber kein Kunststoff sein, nicht dass da was schmilzt und anpappt. Und wenn der Lappen so nass ist, dass Wasser in die Ritzen läuft, kann der Dampf sogar die Steinplatten sprengen. Das will man offensichtlich nicht.
- Wenn der Ofen 220°C hat, kommen die Brote rein. Dazu den Ofenschieber mit Mehl bestreuen, Brot drauf und mit Schwung rein. Das braucht Übung. Nicht umsonst heißt es im Bäckerjargon "einschießen". :) Pro Ebene passen immer 2 Brote nebeneinander und 3 Brote voreinander.
- Klappe zu, Affe tot. Die Temperatur auf 200°C runterregeln, nach ca. 20 minuten dann auf 180° runter. So simuliert man einen Holzbackofen, der nach dem Aufheizen langsam wieder abkühlt. Die hohe Temperatur am Anfang braucht es nur, damit sich schnell eine Kruste bildet.
- Nach 45 Minuten mal reinschauen, ob ein paar Brote schon fertig aussehen. Die Temperaturverteilung im Ofen ist nie ganz homogen und manche Brote sind schneller fertig. Profis machen den "Klopftest". :)
- Die Brote rausholen und so hinlegen, dass sie möglichst nicht flach auf dem Tisch liegen. Da staut sich sonst die Nässe, die noch ausdampft.
