Met: Unterschied zwischen den Versionen
K Kategorie |
|||
| Zeile 44: | Zeile 44: | ||
==Erfahrungen== | ==Erfahrungen== | ||
===Milchsäure=== | ===Milchsäure=== | ||
Die oben angegebene Menge an Milchsäure sorgt dafür, dass der Met '''sehr''' sauer wird. Und zwar selbst für die Geschmäcker, die saureren Met bevorzugen. 40ml Milchsäure auf 30L sorgen für einen mittleren Met, der zwar nicht pappsüß ist, aber immernoch in Ordung für die, die ihn gerne so süß wie möglich mögen. | Die oben angegebene Menge an Milchsäure sorgt dafür, dass der Met '''sehr''' sauer wird. Und zwar selbst für die Geschmäcker, die saureren Met bevorzugen. 40ml Milchsäure auf 30L sorgen für einen mittleren Met, 20ml für einen mittelsüßen, der zwar nicht pappsüß ist, aber immernoch in Ordung für die, die ihn gerne so süß wie möglich mögen. | ||
Das Rezept funktioniert auch komplett ohne Milchsäure, dann ergibt es einen sehr süßen Met. | Das Rezept funktioniert auch komplett ohne Milchsäure, dann ergibt es einen sehr süßen Met (omnomnom). | ||
===Ansatz mit Äpfeln=== | ===Ansatz mit Äpfeln=== | ||
Dieter hat erzählt, dass der Ansatz auch mit Wasser mit geriebenen Äpfeln, ein bisschen Honig und normaler Backhefe gemacht werden kann. Das reicht als Gärstarter und enthält auch ein bisschen Säure, sodass man keine Milchsäure benutzen muss. Nach 2 - 3 Tagen kommt dann ganz normal der restliche Honig mit Wasser rein, im Verhältnis bis zu 1:1. Der Met war damit wohl auch deutlich süßer als das saure Originalrezept oben. Das könnte man mal ausprobieren. | Dieter hat erzählt, dass der Ansatz auch mit Wasser mit geriebenen Äpfeln, ein bisschen Honig und normaler Backhefe gemacht werden kann. Das reicht als Gärstarter und enthält auch ein bisschen Säure, sodass man keine Milchsäure benutzen muss. Nach 2 - 3 Tagen kommt dann ganz normal der restliche Honig mit Wasser rein, im Verhältnis bis zu 1:1. Der Met war damit wohl auch deutlich süßer als das saure Originalrezept oben. Das könnte man mal ausprobieren. | ||
Version vom 30. Mai 2014, 13:26 Uhr
Met wird vom AK Brettspiele gebraut. Dafür werden regelmäßig Metbrauworkshops veranstaltet, an denen alle HaDiKo-Bewohner teilnehmen können. Mit der Zeit und Erfahrung ändert sich dabei das Rezept. Damit Neulinge nicht immer wieder die gleichen Fehler machen, finden sich hier die gesammelten Erfahrungen aus vergangenen Metbrauworkshops.
Originalrezept
Zutaten
Für 10L
- 3-4 kg Bienenhonig
- 7L Wasser
- 4g Hefenährsalz
- 40g Milchsäure
- 10g Weizenmehl
- Weinhefe (z.B. Portwein)
- 1L Apfelsaft (naturtrüb)
- (1g Kaliumdisulfit/ONEWE-Pulver)
Honig reicht billiger aus Lidl/Aldi. Allerdings sollte er nicht cremig sein, denn dann bekommt man ihn kaum aus dem Glas. Flüssiger, durchsichtiger Honig eignet sich am Besten. Hefenährsalz, Kaliumdisulfit, Milchsäure und die Weinhefe bekommt man normalerweise bei den Raiffeisen-Märkten (in Karlsruhe hinterm Bahnhof), alternativ auch im Internet.
Zubereitung
Zwei bis drei Tage vor dem eigentlichen Ansatz den Apfelsaft mit der Weinhefe mischen. In den Flaschen etwas Platz lassen und nicht luftdicht verschliessen (sonst knallts!). Dazu kann man Servietten oder Klopapier in die Öffnung stopfen, sodass noch Luft rauskommt. Der Apfelsaft beginnt recht schnell zu gären und dient als sog. Gärstarter. D.h. er sorgt dafür, dass der Met schnell zu gären beginnt, bevor irgendetwas schimmeln kann.
Nachdem die zwei bis drei Tage vergangen sind, kommt der eigentliche Ansatz. Dazu wird der Honig in einen Topf gegeben und mit so viel heißem Wasser vermischt, dass er sich gut löst. Die Reste im Glas können ziemlich einfach mit warmem Wasser herausgelöst werden. Die Mischung wird jetzt auf ca. 50°C erhitzt, jedoch auf keinen Fall über 60°C (dann gehen nämlich die ersten Nährstoffe kaputt). Auf der Oberfläche bildet sich weißer Schaum. Dieser wird abgeschöpft. Das Ganze wird eine Weile gemacht, bis sich nicht mehr so viel von dem Schaum bildet. Dann ab ins Gärgefäß damit. Dazu kommt jetzt das restliche Wasser, die Milchsäure und das Weizenmehl. Das Wasser sollte ziemlich kalt sein, damit die noch warme Honigbrühe abkühlt. Der Gärstarter und das Hefenährsalz sollten nämlich erst rein, wenn das Gemisch unter 30°C ist, sonst stirbt die Hefe ab!
Das sollte dann recht schnell (spätestens nach zwei Tagen) anfangen zu gären. Die Gärung zieht sich relativ lange hin. Normalerweise ist nach 1-2 Monaten endgültig Schluss. Um die Gärung vollständig zu beenden kann der Met “geschwefelt” werden. Früher wurde dazu wirklich Schwefel verwendet, heutzutage nimmt man dazu Kaliumdisulfit-Pulver. Einfach in den Met geben und nochmal ein paar Tage warten, dann ist der Met trinkfertig. Das Pulver sollte relativ genau dosiert werden!
Am besten zieht man den Met noch in ein anderes Gefäß ab, da sich unten jetzt eine relativ dicke Hefe-Mehl-Schicht gebildet hat. Dazu sind ein Trichter und Teefilter praktisch.
Erfahrungen
Milchsäure
Die oben angegebene Menge an Milchsäure sorgt dafür, dass der Met sehr sauer wird. Und zwar selbst für die Geschmäcker, die saureren Met bevorzugen. 40ml Milchsäure auf 30L sorgen für einen mittleren Met, 20ml für einen mittelsüßen, der zwar nicht pappsüß ist, aber immernoch in Ordung für die, die ihn gerne so süß wie möglich mögen. Das Rezept funktioniert auch komplett ohne Milchsäure, dann ergibt es einen sehr süßen Met (omnomnom).
Ansatz mit Äpfeln
Dieter hat erzählt, dass der Ansatz auch mit Wasser mit geriebenen Äpfeln, ein bisschen Honig und normaler Backhefe gemacht werden kann. Das reicht als Gärstarter und enthält auch ein bisschen Säure, sodass man keine Milchsäure benutzen muss. Nach 2 - 3 Tagen kommt dann ganz normal der restliche Honig mit Wasser rein, im Verhältnis bis zu 1:1. Der Met war damit wohl auch deutlich süßer als das saure Originalrezept oben. Das könnte man mal ausprobieren.
Noch mehr Äpfel
Wenn man den Ansatz nur mit Apfelsaft macht (wie im Originalrezept), kann man trotzdem noch Äpfel in den Met reiben, wenn man nach 2-3 Tagen alle Zutaten zusammenrührt. Bitte Mengenangaben einfügen.